Pinnwand MiSO-Mitglieder
Basteln und malen bietet die Möglichkeit, der eigenen Kreativität freien Lauf zu lassen ...
26.09.2017
... mit Gleichgesinnten in den Austausch zu treten und soziale Kontakte zu pflegen, in gemütlicher Runde beisammen zu sein, Spaß und Freude an Selbstgeschaffenem zu erleben.
Basteln, werken, malen: Kreativitätsangebote können Freude und Farbe in das Leben von Erwachsenen bringen (sehr empfehlenswert für Senioren, die motorische Einschränkungen haben!). Das schönste am Basteln ist, dass die Teilnehmer am Ende etwas in den Händen halten, was sie selbst geschaffen haben.
Etwas selbst zu erschaffen, vermittelt das Gefühl: “Ich kann etwas!”
Lassen Sie sich von den kreativen Bastelideen in diesem Kurs verzaubern.
Probieren Sie es aus, unkompliziert und unverbindlich. Lassen Sie sich anregen, wenn Sie mögen, unter Anleitung eine Künstlerin Neues zu entdecken.
Zeit:
„Kreativgruppe: Malen, Basteln, Modellieren“
Montags von 17.00 bis 18.30 Uhr
„Kreativgruppe: Malen, Basteln, Modellieren“
Dienstags von 10.30 bis 12.00 Uhr
„Kreativgruppe: Handarbeit, Stricken, Häkeln, Schmuck herstellen“
Freitags von 17.00 bis 18.30 Uhr und 18.30 bis 20.00 Uhr
Ort:
Tolstoi e.V
Röselerstr. 1
30159 Hannover
Info:
0511 – 569 59 207 (Mo-Fr, 10 bis 13 Uhr)

Sommerfest der Initiative für Internationalen Kulturaustausch
20.09.2017
Fröhliche und interkulturelle Begegnungen in der FAUST-Warenannahme am 17. September 2017: An diesem Sonntagnachmittag feierten mehrere 100 Menschen das diesjährige IIK-Sommerfest.

„Zusammenhalt braucht Orte wie diesen“, sagte FAUST-Vorstandsmitglied Dang Chau Lam in seiner Begrüßung: „Es braucht Möglichkeiten zur Begegnung mit Menschen anderer kultureller Prägung. Durch Begegnung wächst Vertrauen und es werden mögliche Vorurteile abgebaut!“

Konzert Jugend Big Band am Entdeckertag
15.09.2017
Immer am zweiten Sonntag im September wird in der Region Hannover „Entdeckertag“ gefeiert. Mit dabei war diesmal auch die Jugend Big Band des Vereins Tolstoi mit einem fulminanten Konzert.

MiSO e. V.
Im Rahmen des House of Resources hat am letzten Augustwochenende bei MiSO eine interessante Veranstaltung mit Alice Lanzke (Neue Deutsche Medienmacher) stattgefunden.
29.08.2017
Wie schaffe ich es, in einem Interview meine Themen zu setzen?
Wie schreibe ich eine Pressemitteilung, die auch ankommt?
Und welches sind eigentlich die richtigen Kanäle für meine Medienarbeit?

Fragen wie diese beschreiben die alltäglichen Herausforderungen einer guten Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Und diese wird mittlerweile auch für NGOs, migrantische Gruppen und Netzwerke sowie andere ehrenamtliche Initiativen immer wichtiger.

Engagierte/r Fachlehrer/in auf Honorarbasis ab 15.08.2017
zur Verstärkung unseres Projektteams im Projekt „Stark im Beruf“ gesucht!
10.08.2017
Junge Meisterpianisten aus Moskau zum ersten Mal in Hannover
26.07.2017
Bereits zum 16. Mal veranstaltete das Tolstoi Hilfs- und Kulturwerk Hannover e. V. das alljährlich stattfindende beliebte Konzertformat „Die Stars von morgen aus Moskau“. Am 21.07.2017 spielten vier junge Meisterpianisten im Alter von 10 – 16 Jahren in der ausverkauften Friedenskirche. Vor dem Konzert gab es Gelegenheit, im Rahmen eines kleinen Interviews mehr über die Ausnahmetalente zu erfahren.

„Als ich 5 Jahre alt war, ließen mich meine Eltern ganz verschiedene Dinge ausprobieren. Die Musik zog mich dabei am meisten an. Meine damalige Lehrerin fand, dass aus mir ein guter Musiker werden könnte“, erzählt Timofej Vladimirov, mit seinen 16 Jahren der älteste der Gruppe. Geboren in Ufa im Ural, führte ihn sein Weg über verschiedene Zwischenstationen in das über 1000 km entfernte Moskau an die Zentrale Musikschule am Tschaikowsky-Konservatorium, die wie kaum eine andere Institution die Tradition der russischen Klavierschule versinnbildlicht. Hochbegabten Kindern und Jugendlichen bietet sich hier die Möglichkeit, unter allerbesten Voraussetzungen nicht nur das Spielen ihres Instruments zu erlernen, sondern auch zu selbstständigen Künstlerpersönlichkeiten heranzureifen.

„Ich habe mich für das Klavier als Instrument entschieden, weil einfach für dieses Instrument die meisten Stücke komponiert sind“, ergänzt Timofej, „es gibt so großartige Werke für dieses Instrument! Um sich diesem riesigen kulturellen Erbe anzunähern, ist das Klavier einfach die allerbeste Wahl!“

„Bei mir war es etwas anders“, hakt die 15-jährige Ekaterina Guliaeva ein. „Ich komme aus Sibirien. Bei uns gab es, wenn man als Kind Musik machen wollte, nur zwei Alternativen: Entweder man lernte volkstümliche Instrumente spielen, oder entschied sich für das Klavier.“

Mittlerweile sind sowohl Timofej, als auch Ekaterina Preisträger zahlreicher internationaler Wettbewerbe mit Gastspielen in vielen verschiedenen Städten Russlands als auch Europas. Für sie ist es bereits zur Gewohnheit geworden, aufzutreten. Doch wie empfinden die jüngsten der Vier die eigenen Konzerte? „Als ich zum ersten Mal mit fünf Jahren auf der Bühne stand, hatte nur meine Mama Lampenfieber, ich gar nicht“, erzählt die 10-jährige Alexandra Dovgan. „Später sagte meine Lehrerin immer, dass derjenige, der Lampenfieber hat, nicht genug geübt hat. Erst da erfuhr ich von so einer Sache und begann, es eine Weile zu haben. Aber inzwischen ist es nicht mehr da, ich stelle mir einfach vor, dass ich den Zuhörern ein Geschenk mache, und schon ist alle Angst verflogen“. Alexandra hat auf der kleinen Konzertreise nach Deutschland ihre Mutter mit dabei. Zum ersten Mal ohne Eltern auf Reisen ist der 11-jährige Daniil Trifonov. „Ich möchte so viel wie möglich Neues sehen und natürlich einen guten Auftritt hinlegen“, sagt er.

Was tut man vor dem eigenen Konzert? Heißt es da üben, üben, üben? „Nein, nicht unbedingt“, antwortet Alexandra, „unsere Lehrer sagen, am besten ist es, sich direkt vor einem Auftritt nicht zu überanstrengen, vielleicht eine halbe Stunde etwas Leichtes spielen“. Ekaterina: „Ich musste mich einmal intensiv auf ein kurzfristig angesetztes Konzert vorbereiten. In Moskau hat es gerade geschneit und am Abend vor meinem Auftritt zogen mich die Mädels, mit denen ich im Internat zusammenwohnte, nach draußen zur Schneeballschlacht. Anfangs blieb ich standhaft, weil ich doch wusste, dass man sich zu schonen hat, aber letztendlich ließ ich mich mitziehen. Und es trat ein, was eintreten musste, ich trug quasi alle nur erdenklichen Blessuren davon. Erstaunlicherweise verlief das anschließende Konzert ausgezeichnet. Seitdem ist es bei mir zur guten Tradition geworden, vor einem Konzert etwas eher Ungewöhnliches zu tun …“

Begleitet werden die jungen Musiker vom erfahrenen Musikpädagogen Vasilij Iwanowitsch Ermakov. Beobachtet man das Verhältnis zwischen den Schülern und ihrem Lehrer, fällt sofort ins Auge, dass jegliche Anspannung fehlt. Sie verbindet eine Mischung aus natürlicher, nicht aufgezwungener Autorität dem Pädagogen gegenüber, eine Art kollegialer Erfahrungsaustausch. „Ich selber begleite bereits zum fünften Mal Kinder und Jugendliche unserer Schule nach Deutschland“, erzählt er. „Wir spielen stets zwei Konzerte, eines hier in Hannover, das zweite beim Rheingau Musik Festival, zwei Tage später. Für die jungen Leute ist es eine unvergleichliche Erfahrung, so etwas wie die erste richtige Tournee.“

Text und Foto: Dimitrij Czepurnyi
Zum Ende des Fastenmonats Ramadan wurde ausgiebig gefeiert
05.07.2017
Der Fastenmonat Ramadan ist für Muslime aus aller Welt einer der wichtigsten Feiertage im Jahr, da nach islamischer Auffassung in diesem Monat der Koran herabgesandt worden ist.

Daher hat die IIK das Ende des Ramadans zum zweiten Mal zum Anlass genommen, am 26. Juni 2017 zum Fastenbrechen beziehungsweise zu عيد الفطر einzuladen. Gemeinsam mit vielen internationalen Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie der Miteinander 55plus-Gruppe vom gemeinsamen Kochen haben wir am letzten Montag im Juni wieder fröhlich gefeiert, gegessen und das gute Wetter genossen.

Die Gäste brachten eine große Auswahl an internationalen Speisen mit, so ergab sich ein reichhaltiges, vielseitiges Büffet. Daneben wurde von fleißigen Köchen an Kochstationen unter freiem Himmel Bulani – eine afghanische Teigtasche mit Gemüsefüllung – sowie Falafel zubereitet. Während viele draußen bei guten Gesprächen und gutem Essen die Sonne genossen, wurde drinnen zu afghanischer und arabischer Musik getanzt und getrommelt.
MiSO e. V.
Ein Bericht von der Mitgliederversammlung am 30.06.2017
03.07.2017
Viele sind wohl schon im Sommerurlaub gewesen: Auf der Mitgliederversammlung am letzten Juni-Freitag im Mengendamm waren letztlich nur 12 Mitgliedsorganisationen von MiSO vertreten. Das reichte gerade für die Beschlussfähigkeit. Die war nötig, stand doch die Benennung eines Geschäftsführers an. Dieser soll die alltägliche Arbeit im Verein effektiver machen, denn MiSO hat in jüngster Vergangenheit eine rasante Entwicklung genommen, wohingegen die Strukturen von Vorstand und Büro die alten geblieben sind. Einstimmig beschloss jetzt das Plenum, Jan-Egil Gubenis (37), der seit fünf Jahren für MiSO arbeitet, mit voraussichtlicher Wirkung zum 1. Oktober 2017 zum Geschäftsführer zu bestellen. „Wir versprechen uns davon eine Entlastung“, meinte dieser nach der Abstimmung und bedankte sich für das ihm entgegengebrachte Vertrauen: „Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit.“

Raum nahmen auf dem Plenum die Berichte von den laufenden Projekten ein. Bei „House of Resources“ gab es zunächst Schwierigkeiten, alle Verwendungsnachwiese für die in 2016 geleisteten Förderungen zu bekommen. Für 2017 laufen noch Antragsfristen. Transparenz ist wichtig: Anträge und Entscheidungen sollen veröffentlicht werden, sobald das BAMF die Förderungen geprüft hat. „Neue Wurzeln“ hatte an den bisherigen Ausstellungsorten eine sehr positive Resonanz, auch in den Medien. Weitere öffentliche Orte haben bereits Interesse an der Wanderausstellung angemeldet. „Samo.fa“ hat mehrere Seminare durchgeführt, auch zu beruflicher Ausbildung. Es wurde u.a. eine Rahmenvereinbarung zur Ausbildung mit der Bäckerinnung geschlossen, vom 8.-15. Juli findet in Nordhessen eine Projektwoche mit 32 jungen Geflüchteten statt. Mit diesen Erfolgen sollte stärker geworben werden. „Wegbereiter-Wegbegleiter“ heißt ein aktuelles Programm eines privaten Sponsors, für das MiSO gerade einen Förderantrag stellt. Es soll über zunächst drei Jahre laufen. Inhaltlich geht es auch um die Integration junger Geflüchteter – insbesondere aus Afrika – in den Arbeitsmarkt.
(wobe)
Interkulturelles Fußballturnier erneut ein voller Erfolg
28.06.2017
Seit nunmehr 10 Jahren treten Mitarbeiter der Stadtverwaltung, Polizeibeamte und Migranten auf dem Fußballplatz gegeneinander an. Beim "Kicken gegen Vorurteile" am Samstag, 24. Juli 2017, liefen acht Mannschaften im Erika-Fisch-Stadion auf. Dieses Jahr kamen rund 200 Zuschauer und 70 Aktive. „Gewonnen haben alle“, sagt Mitorganisator Abayomi Bankole.
Veranstalter waren der Afrikanische Dachverband Norddeutschland e.V. und die Polizei Hannover zusammen mit Migrantenorganisationen und der Landeshauptstadt Hannover. Bei diesem Fußballturnier jagen Hobbyfußballerinnen und -fußballer aus Migrantenorganisationen und der hannoverschen Polizei dem runden Leder hinterher. Dabei stehen nicht etwa eingespielte Teams einander gegenüber – alle teilnehmenden Athleteninnen und Athleten werden per Zufallslos einem Team zugewiesen und die so gemischten Mannschaften spielen in völlig neuen Aufstellungen mit teils unbekannten Gesichtern.
Foto: gEMiDe e.V.
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UnterstützerInnen für Sprachkurse gesucht
14.09.2018
Wir, die Initiative für Internationalen Kulturaustausch, suchen dringend Unterstützer*innen für unsere Alphabetisierungs- und A1 und A2 Kurse! Es wäre schön, wenn ihr schon Erfahrungen im Unterrichten von Flüchtlingen und Menschen mit Migrationshintergrund habt! Ihr solltet spontan, kreativ und geduldig sein und Spaß am Unterrichten dieser Zielgruppe haben. Wenn ihr neugierig geworden seid, dann meldet euch bitte. Wir freuen uns auf euch!

Ansprechpartnerin: Kathlen Dreckshage (Ehrenamtskoordination)

Initiative für Internationalen Kulturaustausch e.V.

Zur Bettfedernfabrik 1, 30451 Hannover

Tel.: 0511-44 04 84

info@iik-hannover.de

www.iik-hannover.de


Das Sommerfest der Initiative für Internationalen Kulturaustausch (IIK) begeisterte in der Faust-Warenannahme
28.06.2018
„Alle, die mit uns gemeinsam einen interkulturellen Austausch und dessen Vielfalt friedlich und bunt feiern möchten, sind herzlich eingeladen!“, begrüßte die Leiterin der Initiative für Internationalen Kulturaustausch (IIK), Mahjabin „Lipi“ Ahmed, die zahlreich erschienenen Gäste. Unter ihnen auch Konstanze Beckedorf, städtische Sozial- und Sportdezernentin, und Bezirksbürgermeister Rainer-Jörg Grube.

"Texturen" - ein Schreibprojekt von Faust: Mitmacher gesucht!
28.06.2018
Geschichten über das Zusammenleben in Linden
Eine A4 Seite und Sie sind/Du bis dabei!

Mit Gruppen und Einzelpersonen, allen Interessierten aus dem Stadtteil, wollen wir zum Thema „Zusammenleben im Stadtteil Linden“ einen internetbasierten Text mit vielfältigen Textpfaden produzieren. Wir freuen uns über alle, die Interesse haben mitzumachen.
Ziel dieses Projektes ist es, eine Erzählung zu schreiben, deren einzelne Kapitel von unterschiedlichen Menschen verfasst wurden und die sich, ausgehend von einem gemeinsamen Ausgangskapitel, vielfältig verzweigt. Siehe - www.texturen-linden.de -. Die Einzelkapitel werden über Links miteinander verbunden - http://www.kulturzentrum-faust.de/ebook-texturen-des-zusammenlebens/kapitel-1-ein-morgen-in-linden.html -. Zu jedem Kapitel können dabei Alternativkapitel angelegt werden. So entstehen unterschiedliche Textpfade, welche eine Vielzahl von Sichtweisen und Erfahrungen aus dem Stadtteil wiedergeben.

Thema aller Geschichten soll das Zusammenleben im Stadtteil sein. Darüber hinaus gibt es keine inhaltlichen Vorgaben. Mitmachen können alle Interessierten, sowohl Gruppen als auch Einzelpersonen aus Linden oder mit Bezug zu diesem Stadtteil. Es ist möglich, einzelne oder auch mehrere aufeinanderfolgende Kapitel beizusteuern.
Dabei sollte das Ende durchaus offen sein, damit andere Bezug nehmen und mit der Erzählung fortfahren können. Die einzelnen Kapitel sollten vom Umfang her auf keinen Fall länger als eine DIN-A4-Seite sein, gerne jedoch kürzer.

Kontakt:
www.texturen-linden.de
texturen@kulturzentrum-faust.de
Fußballturnier „Kicken gegen Vorurteile“ – seit elf Jahren eine Erfolgsgeschichte
26.06.2018
Fast alle reden von Fußball. Nicht nur in Russland – auch in Hannover: Samstag nachmittag den 23.06.2018 spielten acht bunt gemischte Mannschaften vor einem bis zu 700-köpfigen Publikum im Erika-Fisch-Stadion.

Infoveranstaltung: Einblicke und Antworten zum Familiennachzug
28.05.2018
Vielen Geflüchteten wird das Recht auf ein Zusammenleben mit Familienangehörigen verweigert. Unter dem Motto „Familie Willkommen“ wurde darüber im Kulturzentrum Faust diskutiert.

„Willkommenskultur geht nicht ohne Familiennachzug“, sagt Lipi Mahjabin Ahmed in ihren Begrüßungsworten. Die von ihr geleitete Initiative für Internationalen Kulturaustausch (IIK e.V.) hatte am 23. Mai 2018 in die Faust-Warenannahme geladen. Zusammen mit dem Flüchtlingsrat Niedersachsen und dem Kulturzentrum Faust. „Wir wollen einen Einblick geben in die Lebenswirklichkeit der betroffenen Geflüchteten“, heißt es in der Einladung zur Veranstaltung, „und stellen Geschichten vor von Menschen, die ihre Familie wiedergefunden haben – oder auch nicht“.

„Hoffnung wechselt sich ab mit Zweifeln“ - so Tagebuchnotizen eines syrischen Flüchtlings, die zu Beginn der Veranstaltung verlesen werden. Ergreifende Einzelschicksale voller Zerrissenheit und Not: „Wenn ich nach Afghanistan zurückkehre, bin ich innerhalb eines Tages tot“, hat ein anderer notiert. Immer wieder geht es bei den Betroffenen um das Zusammensein mit den Angehörigen, um die Wichtigkeit des familiären Zusammenhalts. Für viele Geflüchtete ein unerfüllter Traum.

Über die „Praxis der Verhinderung zur Herstellung der Familieneinheit“ spricht Karim Alwasiti vom Flüchtlingsrat Niedersachsen in seinem einleitenden Vortrag: „Es wird alles dafür getan, möglichst wenig Visa erteilen zu müssen.“ Lange Bearbeitungszeiten und hohe bürokratische Hürden seien normal, wenn Geflüchtete Anträge auf Familiennachzug stellten. Nur Asylberechtigte nach Grundgesetz oder nach Genfer Konvention Anerkannte genießen volle Rechte. Der Rechtsanspruch auf Familiennachzug für alle anderen - es handelt sich derzeit um ca. 205.000 „subsidiär geschützte“ Personen - ist seit 2016 ausgesetzt. Die Große Koalition hat sich allerdings darauf verständigt, dass ab August 2018 monatlich bis zu 1000 Angehörige – plus Härtefälle – einreisen dürfen. Alwasiti: „Dieser Gesetzentwurf ist ein Schlag ins Gesicht aller Unterstützer!“

„Niemand in meiner Partei ist mit diesem Kompromiss zum Familiennachzug glücklich“, räumt Yasmin Fahimi (SPD) ein: „Ich will alle hier ermuntern, eine laute Stimme zu sein“. Die prominente hannoversche Bundestagsabgeordnete eröffnet mit starken Worten die von Kai Weber, dem Geschäftsführer des Flüchtlingsrats Niedersachsen, moderierte Podiumsdiskussion. „Das Maß der Unmenschlichkeit, das wir auf diesem Planeten erleben, ist unerträglich,“ sagt Fahimi. Und zum Thema Asyl: „ Die Stimmung ist dramatisch gekippt!“

„Jetzt haben wir viele Rückschläge. So wird die Integration nicht laufen. Dabei haben wir davon geträumt, in Deutschland eine Perspektive zu haben“, so der Diskussionsbeitrag von Fahad Al-Hutaimi, einem anerkannten Flüchtling aus Syrien: „Wir haben allen Respekt der deutschen Gesellschaft gesehen. Wir reden über Werte und über Humanität. Aber wir haben das nicht geschafft!“

Benedikt Behlert von der Uni Bochum kommentiert den Gesetzentwurf der Großen Koalition zum Familiennachzug als weitere Restriktion in Folge der bereits verabschiedeten „Asylpakete“. Der weitere Verlauf der Diskussion gleitet ins Parteipolitische ab, die ehemalige SPD-Generalsekretärin Fahimi dominiert die Debatte. Sie beschwört „Integration und Zusammenhalt in unserem Land“ und wird aus dem Publikum heraus von einer Linken-Aktivistin polemisch angegriffen. Ein schönes Schlusswort spricht Flüchtling Al-Hutaimi: „Deutschland ist bunt und wir gehören dazu!“

Wolfgang Becker
MiSO e. V.
27.09.
Rolle der Migrantenorganisationen zur
Gestaltung nachhaltiger Integration
Präsentiert von: MiSO e. V.
Um 15:00 Uhr
Eintritt: frei
© Foto: Subhrajit Bhattacharjee
28.09.
Benefizkonzert, Reportage & Fotoausstellung in der Christuskirche
Präsentiert von: AK BIN
19 Uhr, Einlass 18:30 Uhr
Eintritt: frei. Spenden erwünscht
Christuskirche
Conrad-Wilhelm-Hase-Platz 1
30167 Hannover-Nordstadt
09.10.
Veranstaltung nur für Frauen im Internationalen Frauentreff La Rosa
Präsentiert von: kargah e. V.
18 Uhr
Eintritt: frei - nur für Frauen
La Rosa-Café / kargah Haus
Zur Bettfedernfabrik 1
30441 Hannover - Linden Nord
17.10.
"nur für Vorstände und Einladungsgäste"
Präsentiert von: kargah e. V.
Um 16:30 Uhr
Zur Bettfedernfabrik 1
30451 Hannover
MiSO e. V.
19.10.
Präsentiert von: MiSO e. V.
13:30 - 19:30 Uhr
Eintritt: frei
Sprache: Deutsch
Neues Rathaus Hannover
Trammplatz 2
30159 Hannover
MiSO e. V.
19.10.
Die Konferenz findet in Kooperation mit der Landeshauptstadt Hannover statt.
Präsentiert von: MiSO e. V.
14 - 19:30 Uhr
Eintritt: frei
Neues Rathaus
- Mosaiksaal -
Trammplatz 2
Hannover - Mitte
21.11.
"nur für Vorstände und Einladungsgäste"
Präsentiert von: ADV Nord e. V.
Um 16:30 Uhr
Göttinger Chaussee 115
30459 Hannover

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