Mitglieder stellen sich vor
Verein für interkulturelle Kommunikation, Migrations- und Flüchtlingsarbeit

Pinnwand MiSO-Mitglieder
Bericht von einem kurzweiligen Spiele-Nachmittag auf dem Faustgelände
21.06.2017
Die TeilnehmerInnen des Spielenachmittags flüchteten sich vor den hohen Außentemperaturen ins Innere der IIK und verbrachten den Nachmittag mit einem Kartenspiel. Zur Erfrischung gab es Wassermelone und frischen Eistee. Dieses Mal wurde Tarneeb gespielt, das seinen Ursprung im Libanon hat und in verschiedensten Versionen in vielen Ländern des mittleren Ostens beliebt ist. Der Name „Tarneeb“ bedeutet im Arabischen „Trumpf“, was im Wesentlichen auch das Spiel selbst beschreibt. Dieses Spiel wird in Paaren von zwei Personen gespielt. Jedes Paar erhält 20 Karten. Ziel ist es, diese Karten als erstes Team abzuwerfen. Die TeilnehmerInnen genossen den kurzweiligen, kühlen Nachmittag und freuen sich jeden zweiten Dienstag im Monat über interessierte MitspielerInnen!

Initiative für Internationalen Kulturaustausch (IIK e.V.)
Zur Bettfedernfabrik 1, D-30451 Hannover, Tel. 0511 440484
Mehrsprachige Kunstwerkstatt für Kreative mit und ohne Fluchtgeschichte
16.06.2017
Wir sind eine Kunstwerkstatt für alle Kreativen, Neuankömmlinge und weiteren Stadteilbewohner*innen, für Jung und Alt, verschiedensprachige Menschen. In drei Workshops stellen professionelle Künstler*innen jeweils an zwei Tagen ihre Arbeiten vor und geben eine praktische Einführung in ihre Kunst. Wir bieten Raum für mehrsprachiges, künstlerisches Arbeiten und sind offen für alle! Die Workshops können in mehreren Sprachen stattfinden. Unsere Leiter*innen sprechen zusammen mehr als fünf Sprachen!

Collagekunst mit Jwan Al Khalaf:
Fr, 25.8., 16 - 19 Uhr & Sa, 26.8., 14 -17 Uhr
Jwan Al Khalaf (1983) hat Bildende Kunst in Damaskus studiert. In seinem Workshop spricht er über die Verbindung von der Collage als Kunstform und politisches Medium. In einem anschließenden praktischen Teil entstehen eigene Collagen in Verbindung mit Malerei oder Zeichnung.

Freie Malerei mit Elham Emambakhsh:
Fr, 15.9., 16 - 19 Uhr & Sa, 16.9. 14 - 17 Uhr
Elham Emambakhsh (1987) ist eine professionelle Künstlerin, die in Teheran studiert und in vielzähligen Städten ausgestellt hat. An den zwei Tagen wird sie eine Einführung in verschiedene Techniken des freien Malens geben und mit den Teilnehmenden eine eigene kleine Bilderreihe zu einem gemeinsamen Thema entwickeln.

Schreibwerkstatt für Frauen mit Mahabad Allaie:
Fr, 29.9., 17 - 19 Uhr & Sa, 30.9., 11 - 13 Uhr
Mahabad Allaie ist Autorin und Übersetzerin. Sie setzt sich für mehrsprachige Poesie ein und spricht selbst mehr als fünf Sprachen. In ihrer offenen Schreibwerkstatt gibt sie Frauen den Raum, ihre eigene Textform und Sprache zu finden. Es können Gedichte, Prosa oder journalistische Texte und vieles mehr entstehen.
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Anmeldung unter:
Laura Heda
Mail: laura.heda@kargah.de
Tel: 0511 12607827

Adresse: kargah e.V.
(In der Atelieretage auf dem Faustgelände / über dem Flüchtlingsbüro)
Zur Bettfedernfabrik 3
30451 Hannover
Theatervorführungen auf russisch im Freizeitheim Vahrenwald
29.05.2017
Die Theatergruppe „Version und Varianten“, der Direktor und der Gründer Herr Sergei Sirotkin, und die Tanzgruppe „Legende“, Leiterin Frau Julija Vulikh, waren am 26. März und am 14. Mai 2017 mit Aufführungen des Theaterstückes „Ruslan und Ludmila“ im Freizeitheim Vahrenwald zu Gast. Der Autor des Textes ist Herr Sergei Sirotkin, die Regie liegt bei Frau Natalija Demidova und Frau Julija Vulikh.

Das Theaterstück für Erwachsene ist eine originale Version des berühmten russischen Märchens „Ruslan und Ludmila“. Die Handlung spielt im alten Russland unter der Regierungszeit des Kiewer Großfürsten Wladimir. Dieser freut sich an der Hochzeit seiner schönen Tochter Ludmila und des tapferen adligen Ritter Ruslan, die einander sehr lieben. Urplötzlich wird gerade bei der Hochzeit die Braut Ludmila vom bösen Zauberer Tschernomor entführt. Der traurige Großfürst Wladimir verspricht Ludmila dem Ritter als Braut zu geben, der sie ihm zurückgeben wird.


MiSO e. V.
03.05.2017
MiSO bildet aus. Wir sind ein von der IHK Hannover geprüfter und anerkannter Ausbildungsbetrieb für die 3jährigen Ausbildungsberufe "Kauffrau/Kaufmann für Büromanagement" und "FachpraktikerIn für Bürokommunikation".
MiSO e. V.
24.04.2017
Seit Freitag, 14.4.2017, haben Kurdinnen und Kurden mit einem Hungerstreik in Hannover am Steintor/Ecke Kurt-Schumacher-Straße begonnen. In einem Zelt (Foto: Martin Tönnies) halten sie sich dort rund um die Uhr auf. Unter dem Motto „Solidarität mit dem Widerstand der Hungerstreikenden in den türkischen Gefängnissen“ wollen sie jeweils für drei Tage hungern. Die Aktion, die gleichzeitig in vielen anderen Städten anlief, ist zunächst für die Dauer eines Monats geplant.
Seit dem 15. Februar 2017 sind in verschiedenen türkischen Gefängnissen politische Gefangene in einen unbefristeten Hungerstreik getreten. Die Gefangenen protestieren mit ihrer Aktion gegen unmenschliche Haftbedingungen, willkürliche Massenfestnahmen, militärische und politische Repression gegen die Zivilbevölkerung und die Isolation des Repräsentanten des kurdischen Volkes. 278 politische Gefangene befinden sich in der Türkei seit vielen Wochen im unbefristeten Hungerstreik. Sie sind täglich physischer und psychischer Gewalt ausgesetzt. Dennoch herrscht in der Öffentlichkeit ein kollektives Schweigen.
12.04.2017
Bäche werden zu reißenden Flüssen, Schlammlawinen schlucken Häuser und Menschen. Das gefährliche Wetterphänomen "El Nino" führte im März in Peru zu zahlreichen Toten und massenhafter Obdachlosigkeit.
(Foto: Die Zeit)

Der hannoversche Verein Grupo Canela ruft zur Unterstützung für die Katastropenopfer in Peru auf:

Spenden auf das Konto der peruanischen Botschaft:
Embajador del Perú en Alemania, Elmer Schialer
Deutsche Bank AG
IBAN: DE96 1007 0000 0067 6692 03
BIC: DEUTDEBBXXX
Kennwort "Botschaft von Peru – Ayuda a Damnificados 2017"
Große Mehrheit für Wiederwahl - Koralia Sekler neugewählt
03.04.2017
Auf seiner Mitgliederversammlung am 14. März 2017 hat der Verein für Fabrikumnutzung und Stadteilkultur (Faust e.V.) seinen Vorstand für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt. Von den Mitgliedern mit großer Mehrheit wiedergewählt wurden Ingrid Lange, ehemalige hannoversche Bürgermeisterin, Chau Lam, Leiter des Vietnam-Zentrums Hannover und Vorstandsmitglied im Niedersächsischen Integrationsrat sowie der langjährige Faust-Mitarbeiter und Veranstaltungsleiter Jens Niezel.

Den Vorstand künftig verstärken wird Koralia Sekler, die erstmals für den Faust-Vorstand kandidierte und ebenfalls eine sehr deutliche Mehrheit der abgegebenen Stimmen erhielt. Sekler befasst sich hauptberuflich mit jugendhilfepolitischen Themen. Ehrenamtlich engagiert sie sich seit vielen Jahren im Bereich der Migration und Integration von Menschen mit Migrationsbiografien. Als Kuratorin des Gesellschaftsfonds Zusammenleben der Landeshauptstadt Hannover trägt sie konstruktiv zur Umsetzung des Lokalen Integrationsplans unserer Stadt bei. Sie ist Mitglied des Rundfunkrates des Norddeutschen Rundfunks und sitzt seinem Programmausschuss vor.

Koralia Sekler zeigte sich voller Tatendrang für Ihre neue Aufgabe: „Die Faust ist für mich kein klassisches Kulturzentrum. Die Geschichte des Ortes, die dort gelebte Vielfalt und Anerkennungskultur prägen seine Mitglieder und seine Besucherinnen und Besucher. Ich freue mich darauf, einen persönlichen Beitrag zu diesem vielfältigen Angebot leisten zu können.“ Für Ingrid Lange bedeutet die Vorstandsarbeit bei Faust auch Netzwerkarbeit: „Ich knüpfe vielfältige Verbindungen zu meiner ehrenamtlichen Arbeit im Lenkungskreis des ‚Runden Tisches für Gleichberechtigung gegen Rassismus’ und zur Vorstandsarbeit im Ausschuss ‚Soziale Verantwortung, diakonisches Handeln und ethische Grundsatzfragen’ im Stadtkirchentag Hannover.“

Chau Lam betonte die Bedeutung nachhaltiger interkultureller Arbeit: „Integration und die interkulturelle Öffnung sind keine Einbahnstraße, sondern ein wechselseitiger Prozess zwischen den Einheimischen und den Migranten. Wir wollen die Vielfalt stärken und leben. Denn Vielfalt ist Zukunft”.

Im Vorfeld der Wahl haben Geschäftsführer Hans-Michael Krüger und der Vorstand das abgelaufene Geschäftsjahr resümiert und ein positives Fazit gezogen. 2016 war geprägt durch das 25-jährige Jubiläum des Kulturzentrums, die Wiedereröffnung des Kesselhauses Linden und eine vielfältige und erfolgreiche Projektarbeit, so zum Beispiel zum Tag der Menschenrechte 2016. Die erfolgte Umgestaltung der Kunsthalle Faust, die nun mehrere Monate im Jahr als Tanzhalle genutzt werden kann, gestaltete sich ebenfalls sehr positiv.

Die Kooperation mit Felix Landerer und Company sei hervorragend, so Geschäftsführer Krüger. Landerer & Company wurden am 27. März im Kulturzentrum Faust für ihre offenen Proben zum Tanztheaterstück „Revolte!“ mit dem Kulturpreis „pro visio“ der Stiftung Kulturregion Hannover ausgezeichnet. Das Jahr 2016 schloss mit einem ausgeglichenen Haushalt. Der Haushaltsplan für 2017 sieht einen Gewinn von 10.000 Euro vor, er wurde einstimmig verabschiedet.

28.03.2017
VII. Internationales Kammertheaterfestival MOST vom 28.03. – 01.04.2017
Eintritt: 15 Euro / Ermäßigungen möglich
Aufführungen in unterschiedlichen Sprachen (deutsch, englisch, russisch)
Informationen und Karten unter 0511 – 352 20 20 (Di. – Fr. 10:00 – 14:00 Uhr)
Wo?
THEATER in der LIST
Spichernstraße 13
30161 Hannover
Anfahrt:
Stadtbahn 1 oder 2 Hst. “Werderstraße” oder Bus 128 Hst. “Kriegerstraße”
1. Tag - Theaterstück "Produkt" (Deutschland, Stuttgart)
28. März, Beginn um 19.00 Uhr, auf Deutsch
2. Tag - Theaterstück "Puschkin Stand Up" (Kasachstan, Almaty)
29. März, Beginn um 19.00 Uhr, auf Russisch mit deutscher Moderation
3. Tag - Theaterstück "Solo aus dem Orchestergraben" (Schweden, Malmö)
30. März, Beginn um 19.00 Uhr, auf Russisch
4. Tag - New Orleans Musical "'33, a Kabarett" (USA, New Orleans)
31. März, Beginn um 19.00 Uhr, auf Englisch mit deutscher Moderation
5. Tag - Theaterstück "Heute weder Hamlet" (Deutschland, Hannover)
1. April, Beginn um 13.00 Uhr, auf Deutsch
"Wir wollen nicht kämpfen, wir wollen reden!"
17.03.2017
Bis zum 10.März waren in Mittelfeld farbenfrohe Bilder von Kindern aus Russland und Deutschland zu sehen. Der Verein „Dialog Plus Integration“, der Nachbarschaftstreff Mittelfeld, der Verein „Kulturinitiative“ und das Projekt MDraWing von Marija Drozdetskaja haben zusammen diese Bilderausstellung organisiert.
In Rahmen diese Maßnahme gab es auch ein Gitarren-Duo-Konzert, das Kinder-Theaterstück „Rote Käppchen und Froschkönigin“ des Theaters „Version und Varianten“, eine Mal-Aktion für Kinder, eine Kinderdisko und Tanz für Senioren.
In der Ausstellung waren viele Besucher.

Hilfsverein sammelt Spenden für syrische Flüchtlinge
13.02.2017
Azadi, der Deutsch-Kurdische Hilfsverein für Syrer e.V., hat eine Basis in der Mecklenheidestraße 26 (30419 Hannover-Vinnhorst). Sie ist samstags von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Dort, in einem ehemaligen Bunker, sammelt Azadi Kleidung, Wolldecken und Schuhe für alle Altersgruppen und Jahreszeiten für syrische Flüchtlinge in Syrien und syrischen Nachbarländern. Außerdem werden dringend medizinische Produkte, Geräte und Hilfsmittel wie Krücken, Rollatoren und Rollstühle gesucht. Syrische Flüchtlingskinder würden sich sehr über Spielzeuge und Kinder- und Schulbedarf jeder Art und Form freuen. Spenden - darunter auch Möbel - werden auch an syrische und andere Flüchtlinge in Deutschland verteilt.

Kontakt:
azadi-ev@hotmail.de
0157 3 6283323 (Abdul Hamid Khalil)
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UnterstützerInnen für Sprachkurse gesucht
14.09.2018
Wir, die Initiative für Internationalen Kulturaustausch, suchen dringend Unterstützer*innen für unsere Alphabetisierungs- und A1 und A2 Kurse! Es wäre schön, wenn ihr schon Erfahrungen im Unterrichten von Flüchtlingen und Menschen mit Migrationshintergrund habt! Ihr solltet spontan, kreativ und geduldig sein und Spaß am Unterrichten dieser Zielgruppe haben. Wenn ihr neugierig geworden seid, dann meldet euch bitte. Wir freuen uns auf euch!

Ansprechpartnerin: Kathlen Dreckshage (Ehrenamtskoordination)

Initiative für Internationalen Kulturaustausch e.V.

Zur Bettfedernfabrik 1, 30451 Hannover

Tel.: 0511-44 04 84

info@iik-hannover.de

www.iik-hannover.de


Das Sommerfest der Initiative für Internationalen Kulturaustausch (IIK) begeisterte in der Faust-Warenannahme
28.06.2018
„Alle, die mit uns gemeinsam einen interkulturellen Austausch und dessen Vielfalt friedlich und bunt feiern möchten, sind herzlich eingeladen!“, begrüßte die Leiterin der Initiative für Internationalen Kulturaustausch (IIK), Mahjabin „Lipi“ Ahmed, die zahlreich erschienenen Gäste. Unter ihnen auch Konstanze Beckedorf, städtische Sozial- und Sportdezernentin, und Bezirksbürgermeister Rainer-Jörg Grube.

"Texturen" - ein Schreibprojekt von Faust: Mitmacher gesucht!
28.06.2018
Geschichten über das Zusammenleben in Linden
Eine A4 Seite und Sie sind/Du bis dabei!

Mit Gruppen und Einzelpersonen, allen Interessierten aus dem Stadtteil, wollen wir zum Thema „Zusammenleben im Stadtteil Linden“ einen internetbasierten Text mit vielfältigen Textpfaden produzieren. Wir freuen uns über alle, die Interesse haben mitzumachen.
Ziel dieses Projektes ist es, eine Erzählung zu schreiben, deren einzelne Kapitel von unterschiedlichen Menschen verfasst wurden und die sich, ausgehend von einem gemeinsamen Ausgangskapitel, vielfältig verzweigt. Siehe - www.texturen-linden.de -. Die Einzelkapitel werden über Links miteinander verbunden - http://www.kulturzentrum-faust.de/ebook-texturen-des-zusammenlebens/kapitel-1-ein-morgen-in-linden.html -. Zu jedem Kapitel können dabei Alternativkapitel angelegt werden. So entstehen unterschiedliche Textpfade, welche eine Vielzahl von Sichtweisen und Erfahrungen aus dem Stadtteil wiedergeben.

Thema aller Geschichten soll das Zusammenleben im Stadtteil sein. Darüber hinaus gibt es keine inhaltlichen Vorgaben. Mitmachen können alle Interessierten, sowohl Gruppen als auch Einzelpersonen aus Linden oder mit Bezug zu diesem Stadtteil. Es ist möglich, einzelne oder auch mehrere aufeinanderfolgende Kapitel beizusteuern.
Dabei sollte das Ende durchaus offen sein, damit andere Bezug nehmen und mit der Erzählung fortfahren können. Die einzelnen Kapitel sollten vom Umfang her auf keinen Fall länger als eine DIN-A4-Seite sein, gerne jedoch kürzer.

Kontakt:
www.texturen-linden.de
texturen@kulturzentrum-faust.de
Fußballturnier „Kicken gegen Vorurteile“ – seit elf Jahren eine Erfolgsgeschichte
26.06.2018
Fast alle reden von Fußball. Nicht nur in Russland – auch in Hannover: Samstag nachmittag den 23.06.2018 spielten acht bunt gemischte Mannschaften vor einem bis zu 700-köpfigen Publikum im Erika-Fisch-Stadion.

Infoveranstaltung: Einblicke und Antworten zum Familiennachzug
28.05.2018
Vielen Geflüchteten wird das Recht auf ein Zusammenleben mit Familienangehörigen verweigert. Unter dem Motto „Familie Willkommen“ wurde darüber im Kulturzentrum Faust diskutiert.

„Willkommenskultur geht nicht ohne Familiennachzug“, sagt Lipi Mahjabin Ahmed in ihren Begrüßungsworten. Die von ihr geleitete Initiative für Internationalen Kulturaustausch (IIK e.V.) hatte am 23. Mai 2018 in die Faust-Warenannahme geladen. Zusammen mit dem Flüchtlingsrat Niedersachsen und dem Kulturzentrum Faust. „Wir wollen einen Einblick geben in die Lebenswirklichkeit der betroffenen Geflüchteten“, heißt es in der Einladung zur Veranstaltung, „und stellen Geschichten vor von Menschen, die ihre Familie wiedergefunden haben – oder auch nicht“.

„Hoffnung wechselt sich ab mit Zweifeln“ - so Tagebuchnotizen eines syrischen Flüchtlings, die zu Beginn der Veranstaltung verlesen werden. Ergreifende Einzelschicksale voller Zerrissenheit und Not: „Wenn ich nach Afghanistan zurückkehre, bin ich innerhalb eines Tages tot“, hat ein anderer notiert. Immer wieder geht es bei den Betroffenen um das Zusammensein mit den Angehörigen, um die Wichtigkeit des familiären Zusammenhalts. Für viele Geflüchtete ein unerfüllter Traum.

Über die „Praxis der Verhinderung zur Herstellung der Familieneinheit“ spricht Karim Alwasiti vom Flüchtlingsrat Niedersachsen in seinem einleitenden Vortrag: „Es wird alles dafür getan, möglichst wenig Visa erteilen zu müssen.“ Lange Bearbeitungszeiten und hohe bürokratische Hürden seien normal, wenn Geflüchtete Anträge auf Familiennachzug stellten. Nur Asylberechtigte nach Grundgesetz oder nach Genfer Konvention Anerkannte genießen volle Rechte. Der Rechtsanspruch auf Familiennachzug für alle anderen - es handelt sich derzeit um ca. 205.000 „subsidiär geschützte“ Personen - ist seit 2016 ausgesetzt. Die Große Koalition hat sich allerdings darauf verständigt, dass ab August 2018 monatlich bis zu 1000 Angehörige – plus Härtefälle – einreisen dürfen. Alwasiti: „Dieser Gesetzentwurf ist ein Schlag ins Gesicht aller Unterstützer!“

„Niemand in meiner Partei ist mit diesem Kompromiss zum Familiennachzug glücklich“, räumt Yasmin Fahimi (SPD) ein: „Ich will alle hier ermuntern, eine laute Stimme zu sein“. Die prominente hannoversche Bundestagsabgeordnete eröffnet mit starken Worten die von Kai Weber, dem Geschäftsführer des Flüchtlingsrats Niedersachsen, moderierte Podiumsdiskussion. „Das Maß der Unmenschlichkeit, das wir auf diesem Planeten erleben, ist unerträglich,“ sagt Fahimi. Und zum Thema Asyl: „ Die Stimmung ist dramatisch gekippt!“

„Jetzt haben wir viele Rückschläge. So wird die Integration nicht laufen. Dabei haben wir davon geträumt, in Deutschland eine Perspektive zu haben“, so der Diskussionsbeitrag von Fahad Al-Hutaimi, einem anerkannten Flüchtling aus Syrien: „Wir haben allen Respekt der deutschen Gesellschaft gesehen. Wir reden über Werte und über Humanität. Aber wir haben das nicht geschafft!“

Benedikt Behlert von der Uni Bochum kommentiert den Gesetzentwurf der Großen Koalition zum Familiennachzug als weitere Restriktion in Folge der bereits verabschiedeten „Asylpakete“. Der weitere Verlauf der Diskussion gleitet ins Parteipolitische ab, die ehemalige SPD-Generalsekretärin Fahimi dominiert die Debatte. Sie beschwört „Integration und Zusammenhalt in unserem Land“ und wird aus dem Publikum heraus von einer Linken-Aktivistin polemisch angegriffen. Ein schönes Schlusswort spricht Flüchtling Al-Hutaimi: „Deutschland ist bunt und wir gehören dazu!“

Wolfgang Becker
MiSO e. V.
27.09.
Rolle der Migrantenorganisationen zur
Gestaltung nachhaltiger Integration
Präsentiert von: MiSO e. V.
Um 15:00 Uhr
Eintritt: frei
© Foto: Subhrajit Bhattacharjee
28.09.
Benefizkonzert, Reportage & Fotoausstellung in der Christuskirche
Präsentiert von: AK BIN
19 Uhr, Einlass 18:30 Uhr
Eintritt: frei. Spenden erwünscht
Christuskirche
Conrad-Wilhelm-Hase-Platz 1
30167 Hannover-Nordstadt
09.10.
Veranstaltung nur für Frauen im Internationalen Frauentreff La Rosa
Präsentiert von: kargah e. V.
18 Uhr
Eintritt: frei - nur für Frauen
La Rosa-Café / kargah Haus
Zur Bettfedernfabrik 1
30441 Hannover - Linden Nord
17.10.
"nur für Vorstände und Einladungsgäste"
Präsentiert von: kargah e. V.
Um 16:30 Uhr
Zur Bettfedernfabrik 1
30451 Hannover
MiSO e. V.
19.10.
Präsentiert von: MiSO e. V.
13:30 - 19:30 Uhr
Eintritt: frei
Sprache: Deutsch
Neues Rathaus Hannover
Trammplatz 2
30159 Hannover
MiSO e. V.
19.10.
Die Konferenz findet in Kooperation mit der Landeshauptstadt Hannover statt.
Präsentiert von: MiSO e. V.
14 - 19:30 Uhr
Eintritt: frei
Neues Rathaus
- Mosaiksaal -
Trammplatz 2
Hannover - Mitte
21.11.
"nur für Vorstände und Einladungsgäste"
Präsentiert von: ADV Nord e. V.
Um 16:30 Uhr
Göttinger Chaussee 115
30459 Hannover

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