07.04.2017
Die MiSO-Wanderausstellung "Neue Wurzeln" - Untertitel "29 Geschichten über Menschen, die in Hannover heimisch wurden" - ist am 4. April 2017 im Kulturzentrum Pavillon eröffnet worden.
Fotogalerie

„Neue Wurzeln“

Vernissage einer Wanderausstellung von MiSO mit Texten von Katharina Sieckmann und Fotos von Micha Neugebauer

„29 Geschichten über Menschen, die in Hannover heimisch wurden“. So der Untertitel der Ausstellung „Neue Wurzeln“, die am Dienstag, den 4. April 2017 um 18.00 Uhr im hannoverschen Kulturzentrum Pavillon von Oberbürgermeister Stefan Schostok eröffnet worden ist.

Die Wanderausstellung mit Texten von Katharina Sieckmann und Fotoporträts von Micha Neugebauer ist ein Projekt des hannoverschen Vereins MiSO, dem MigrantInnenSelbstOrganisationen-Netzwerk Hannover e.V.. Ausgewählt wurden die porträtierten Persönlichkeiten von den verschiedenen Mitgliedsorganisationen des MiSO-Netzwerks. Schirmherrin der Ausstellung ist die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Frau Gabriele Heinen-Kljajić.

Die Ausstellung zeigt Talente, Fähigkeiten, Engagement für die Stadtgesellschaft und Lebenserfahrungen von EinwanderInnen, die der Öffentlichkeit häufig verborgen bleiben. Sie soll dazu beitragen, die Vielfalt der Menschen in unserer Stadt sichtbarer und greifbarer zu machen. Hannover ist längst eine Einwanderungsstadt geworden.

Auch Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok lädt alle Hannoveraner sowie die Gäste der Landeshauptstadt zum Besuch der Ausstellung ein: „In Hannover leben Menschen aus fast allen Nationen der Welt. Lernen Sie in der Ausstellung einige von ihnen kennen. Und vor allem: Lernen Sie sie zu verstehen.“

Viele der Porträts erzählen die Geschichten von Geflüchteten. Einige von ihnen leben seit vielen Jahren in Hannover, andere sind erst vor kurzem angekommen. Dazu MiSO-Vorstandmitglied Peyman Javaher-Haghighi: „Viele von diesen Persönlichkeiten litten in ihrem Herkunftsland unter Krieg, Gewalt und Unterdrückung oder mussten politische Verfolgung und massive Diskriminierungen ertragen. Sie haben aber dadurch ihre Lebensfreude und ihren Lebensmut nicht verloren und können auch deshalb als Vorbild für Neuangekommene dienen.“ Weiterhin zeigt die Ausstellung Porträts von Menschen, die wegen Beruf, Studium, einer Partnerschaft oder aus anderen Gründen nach Hannover zogen.

Katharina Sieckmann und Micha Neugebauer heben den aktuellen Bezug der Ausstellung hervor: „Es sind 29 Lebensläufe, die uns in Zeiten von politischem Rechtsruck, von Ignoranz und Aggressivität im Alltag gegenüber den sogenannten „Fremden“ aufhorchen lassen. Sie sollen eine Einladung an alle sein, ihre Komfortzone zu verlassen, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen und für sich zu relativieren, auf welch hohem Niveau in unserer Gesellschaft oft geklagt wird.“

Im Kulturzentrum Pavillon ist die Ausstellung bis zum 25.4.2017 während der Öffnungszeiten im Foyer zu sehen. Weitere Stationen: Das Freizeitheim Vahrenwald, die Kunsthalle FAUST und das Neue Rathaus, immer beginnend am vierten des Monats von Mai bis Juli dieses Jahres.

ausstellung_im_pavillon_4.-25.04.2017_1.jpg aufmerksame_beobachtung_1.jpg img_4942.jpg img_4923.jpg besucherinnen.jpg img_4945.jpg img_4946.jpg img_4947.jpg img_4964.jpg img_4970.jpg img_4974.jpg img_4990.jpg img_4995.jpg img_5003.jpg img_5007.jpg img_5013.jpg img_5036.jpg img_5038.jpg img_5047.jpg img_5063.jpg img_5099.jpg __bergabe_katalog.jpg texte_ganz_nah.jpg micha_neugebauer___katharina_sieckmann.jpg ob_stefan_schostok_mit_miso-vorstand.jpg img_5097_1.jpg img_5111.jpg img_5117.jpg img_5085.jpg img_5080.jpg
Infoveranstaltung: Einblicke und Antworten zum Familiennachzug
28.05.2018
Vielen Geflüchteten wird das Recht auf ein Zusammenleben mit Familienangehörigen verweigert. Unter dem Motto „Familie Willkommen“ wurde darüber im Kulturzentrum Faust diskutiert.

„Willkommenskultur geht nicht ohne Familiennachzug“, sagt Lipi Mahjabin Ahmed in ihren Begrüßungsworten. Die von ihr geleitete Initiative für Internationalen Kulturaustausch (IIK e.V.) hatte am 23. Mai 2018 in die Faust-Warenannahme geladen. Zusammen mit dem Flüchtlingsrat Niedersachsen und dem Kulturzentrum Faust. „Wir wollen einen Einblick geben in die Lebenswirklichkeit der betroffenen Geflüchteten“, heißt es in der Einladung zur Veranstaltung, „und stellen Geschichten vor von Menschen, die ihre Familie wiedergefunden haben – oder auch nicht“.

„Hoffnung wechselt sich ab mit Zweifeln“ - so Tagebuchnotizen eines syrischen Flüchtlings, die zu Beginn der Veranstaltung verlesen werden. Ergreifende Einzelschicksale voller Zerrissenheit und Not: „Wenn ich nach Afghanistan zurückkehre, bin ich innerhalb eines Tages tot“, hat ein anderer notiert. Immer wieder geht es bei den Betroffenen um das Zusammensein mit den Angehörigen, um die Wichtigkeit des familiären Zusammenhalts. Für viele Geflüchtete ein unerfüllter Traum.

Über die „Praxis der Verhinderung zur Herstellung der Familieneinheit“ spricht Karim Alwasiti vom Flüchtlingsrat Niedersachsen in seinem einleitenden Vortrag: „Es wird alles dafür getan, möglichst wenig Visa erteilen zu müssen.“ Lange Bearbeitungszeiten und hohe bürokratische Hürden seien normal, wenn Geflüchtete Anträge auf Familiennachzug stellten. Nur Asylberechtigte nach Grundgesetz oder nach Genfer Konvention Anerkannte genießen volle Rechte. Der Rechtsanspruch auf Familiennachzug für alle anderen - es handelt sich derzeit um ca. 205.000 „subsidiär geschützte“ Personen - ist seit 2016 ausgesetzt. Die Große Koalition hat sich allerdings darauf verständigt, dass ab August 2018 monatlich bis zu 1000 Angehörige – plus Härtefälle – einreisen dürfen. Alwasiti: „Dieser Gesetzentwurf ist ein Schlag ins Gesicht aller Unterstützer!“

„Niemand in meiner Partei ist mit diesem Kompromiss zum Familiennachzug glücklich“, räumt Yasmin Fahimi (SPD) ein: „Ich will alle hier ermuntern, eine laute Stimme zu sein“. Die prominente hannoversche Bundestagsabgeordnete eröffnet mit starken Worten die von Kai Weber, dem Geschäftsführer des Flüchtlingsrats Niedersachsen, moderierte Podiumsdiskussion. „Das Maß der Unmenschlichkeit, das wir auf diesem Planeten erleben, ist unerträglich,“ sagt Fahimi. Und zum Thema Asyl: „ Die Stimmung ist dramatisch gekippt!“

„Jetzt haben wir viele Rückschläge. So wird die Integration nicht laufen. Dabei haben wir davon geträumt, in Deutschland eine Perspektive zu haben“, so der Diskussionsbeitrag von Fahad Al-Hutaimi, einem anerkannten Flüchtling aus Syrien: „Wir haben allen Respekt der deutschen Gesellschaft gesehen. Wir reden über Werte und über Humanität. Aber wir haben das nicht geschafft!“

Benedikt Behlert von der Uni Bochum kommentiert den Gesetzentwurf der Großen Koalition zum Familiennachzug als weitere Restriktion in Folge der bereits verabschiedeten „Asylpakete“. Der weitere Verlauf der Diskussion gleitet ins Parteipolitische ab, die ehemalige SPD-Generalsekretärin Fahimi dominiert die Debatte. Sie beschwört „Integration und Zusammenhalt in unserem Land“ und wird aus dem Publikum heraus von einer Linken-Aktivistin polemisch angegriffen. Ein schönes Schlusswort spricht Flüchtling Al-Hutaimi: „Deutschland ist bunt und wir gehören dazu!“

Wolfgang Becker
Hier seine Selbstdarstellung:
07.05.2018
Ich bin deutscher Staatsbürger, aufgewachsen bin ich aber in Australien und Portugal, und habe auch in Schottland und Namibia gelebt. Ich spreche fließend Englisch, Deutsch und Portugiesisch. Da ich das Glück hatte, in verschiedenen Ländern aufzuwachsen und zu studieren, habe ich früh gelernt, mir neue Kulturen und Ideen zu erschließen.

Ich sammele gerade Arbeitserfahrung beim Afrikanischen Dachverband Nord e.V. Ich untersuche Fluchtursachen aus Afrika, mache auf Rassismus und Diskriminierung in Deutschland aufmerksam und übersetze auch.

Migration hat für mich einen wichtigen Stellenwert, sowohl im Studium als auch persönlich, da ich Deutschland sehr jung verlassen habe und nur kurz hier gelebt habe. Ich würde mich in der Zukunft gerne weiterhin beruflich mit dem Thema Migration beschäftigen.
Kontakt:
Timo Liebethal
Praktikant
ADV Nord e.V.
praktikum@adv-nord.org
An der IGS Mühlenberg erklangen vor einem begeisterten Publikum „Zigeunerweisen“ und "Tierstimmen" - das fulminante Abendkonzert im Theater am Aegi fand dagegen kaum Interesse
26.04.2018
Fast 800 SchülerInnen drängten sich am 25. April 2018 zum „Kinderkonzert“ der Roma und Sinti Philharmoniker in der Aula der IGS Mühlenberg – nach dem Umbau heißt sie heute Leonore Goldschmidt Schule. Die vielen Kinder und Jugendlichen kamen mit ihren LehrerInnen aus der IGS und zwei Grundschulen. Die Stimmung war großartig – es gab viel Applaus.


MiSO e. V.
Info- und Erlebnisstand von NeMO am 22. März - ein Bericht von Séverine Jean
16.04.2018
Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus fand am 22. März 2018 in der Hannoverschen Innenstadt am Kröpcke ein Informations- und Erlebnisstand statt, welcher vom MISO-Netzwerk und Bundesverband NeMO organisiert wurde. Die Mitgliedsvereine von MISO waren am Stand präsent und informierten über ihre Inhalte und Tätigkeiten.
Ein Bericht vom Kammertheaterfestival MOST 2018 von Lesia Brezitska mit Fotos von Dimitrij Czepurnyi
16.04.2018
Vom 23. bis zum 28. März 2018 fanden im THEATER in der LIST acht einzigartige Aufführungen im Rahmen des VIII. Internationalen Kammertheaterfestivals MOST statt. Die Veranstaltungsreihe wählte die Form einer intensiven Theaterpraxis und kulturellen Austausches sowohl unter den Schauspielern selbst, als auch zwischen ihnen und deren Zuschauern.

19.06.
Schreibwerkstatt für Frauen

Präsentiert von: kargah e. V.
17 Uhr
Eintritt: frei
kargah-Café
Zur Bettfedernfabrik 1
30451 Hannover
MiSO e. V.
20.06.
(nur für Vorstände und Einladungsgäste)
Präsentiert von: MiSO e. V.
16:30 Uhr
Afrikanischer Dachverband e.V.
Göttinger Chaussee 115
30459 Hannover
23.06.
Unter dem Motto „Kicken gegen Vorurteile“ sorgen AfrikanerInnen, die Stadt und die Polizei zum zehnten Mal auf spielerische Art für eine Verbesserung der Verständigung zwischen Ordnungshütern und Migranten.
Präsentiert von: ADV Nord e. V.
13 bis 21 Uhr
Eintritt: frei
Erika-Fisch-Stadion
Ferdinand-Wilhelm-Fricke-Weg 2A
30169 Hannover
24.06.
Zum dritten Mal in Folge: Auch 2018 ein buntes Programm!
Präsentiert von: IIK e. V.
12 bis 18 Uhr
Eintritt: frei
Warenannahme des Kulturzentrums Faust & drumherum
Zur Bettfedernfabrik 3
30451 Hannover (Linden-Nord)
29.06.
Tanz- und Musikgruppen von und für Kinder, Mitmachaktionen für alle!
Eine Kooperation mit dem Kulturzentrum Faust e.V.
Präsentiert von: kargah e. V.
von 15:00 bis 18:00 Uhr
Eintritt: frei
kargah e.V
Stärkestrasse 19a
30451 Hannover

Bei schlechtem Wetter findet das Fest in der Warenannahme der Faust (Zur Bettfedernfabrik 3, 30451 Hannover) statt.
MiSO e. V.
15.08.
(nur für Vorstände und Einladungsgäste)
Präsentiert von: MiSO e. V.
16:30 Uhr
MiSO - Netzwerk Hannover
Mengendamm 12
30177 Hannover
MiSO e. V.
17.08.



Präsentiert von: MiSO e. V.
Anreise: Fr. 17.8.2018 14.00 Uhr Abreise: Sa. 18.8.2018 16.30 Uhr
Eintritt: frei, für MiSO-Mitglieder
Sonnenberg-Kreis e.V.
Clausthaler Str. 11
37444 St. Andreasberg
25.08.
Das interkulturelle Begegnungs- und Bildungscafé tischt auf
Präsentiert von: kargah e. V.
14 - 19 Uhr
Eintritt: frei
Faustwiese und kargah-Haus
Zur Bettfedernfabrik 3
30451 Hannover
MiSO e. V.
19.09.
(nur für Vorstände und Einladungsgäste)
Präsentiert von: MiSO e. V.
16:30 Uhr
MiSO - Netzwerk Hannover
Mengendamm 12
30177 Hannover

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