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Herzlich willkommen im Welthaus Hannover!

3 Minuten Lesezeit

Noch ist es nicht soweit, diese Einladung aussprechen zu können. Aber vielleicht ist es schon bald soweit, sofern ein politischer Wille Wege für eine Einrichtung findet.

In Hannover wird das Thema Welthaus seit über 15 Jahren in der (post-)migrantischen Community diskutiert. Das 2012 gegründete gemeinnützige MiSO-Netzwerk Hannover e.V. (MiSO) wirbt um Kooperationspartner*innen und Fördergelder für die praktische Umsetzung sowie partizipatorische Weiterentwicklung dieses Konzepts. Angesichts der zunehmenden Eskalation soziokultureller Konflikte und der Zunahme gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit ist es befremdlich, dass bislang offenbar politisch an der falschen Ecke gespart wird. Andere Städte sind da schon weiter. Wozu Welthaus? Welchen gemeinnützigen Zweck hätte ein Welthaus für die Bürger*innen? Wie ist der aktuelle Stand des Projekts?

Laufende Arbeitsgruppen und geplante Workshops

Neben der Durchführung einiger öffentlichkeitswirksamer Veranstaltungen und Aktionen sowie der Intensivierung von Vernetzungsgesprächen wurde im Jahr 2023 insbesondere auch die Konzeptarbeit vorangetrieben. Im Rahmen des partizipatorischen Ansatzes erfolgte auch bereits die Einrichtung von drei Arbeitsgruppen (AG Organisation und Vernetzung, AG kulturelle und politische Bildung, AG Soziales), welche allen Interessierten die Möglichkeit bieten, ehrenamtlich aktiv zu werden und eigene Ideen einzubringen. Weitere Ehrenamtliche können gerne jederzeit einsteigen. Vorausgesetzt einer Bewilligung von Fördermitteln könnten ab 2024 im Rahmen des geplanten neuen Projektabschnitts Workshops zu kultureller und politischer Bildung sowie künstlerische Kreativworkshops stattfinden. Die Kombination von Angeboten kultureller und politischer Bildung sowie von kreativen kulturellen Partizipationsmöglichkeiten ist ein zentraler Bestandteil der Konzeption des Gesamtprojekts. Workshops in diesen Bereichen können Modellcharakter aufweisen für potenzielle Angebote eines hoffentlich bald eingerichteten Welthauses.

Visionen zu einem Welthaus Hannover

In der Vision stellt sich das Welthaus Hannover vor als ein inklusiver Ort der offenen Gesellschaft, des kulturellen Zusammenwirkens und zivilgesellschaftlichen Engagements. Entgegen von weit verbreiteten Assoziationen mit dem Stichwort Welthaus geht es weniger um Folklore. Vielmehr handelt es sich um einen Beitrag zur Überwindung von ethnozentrischen und national verengten Weltbildern. Die Verwirklichung der Projektideen wirkt darauf hin, Vorurteile und diskriminierende Praktiken jeglicher Art abzubauen, um ein friedliches, gleichberechtigtes und selbstbestimmtes Zusammenleben sowie kulturelle Innovationen demokratiestärkend zu fördern. Ermöglichen lässt sich globales Lernen in lokalen Lebenswelten. Praktische Kreativworkshops runden das Angebot kultureller und politischer Bildung ab und sollen zur Etablierung von offen-vielfältigen Kulturpraktiken beitragen. Sie bieten die Möglichkeit, abseits von Ethno-Schubladen und nationalkulturellen Klischees gemeinsam Kultur zu erleben und selbst zu erschaffen. Neben neuen Chancen der inter- bzw. transkulturellen Begegnung und Beteiligung eröffnen sich auch Möglichkeiten, ziviles Engagement kooperativ zu gestalten.

Die Angebote sind grundsätzlich offen für alle Interessierten. Dabei soll es vor allem auch jenen Menschen niedrigschwellige Partizipationsmöglichkeiten bieten, die besonders von gesellschaftlicher Diskriminierung, Ausgrenzung und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit betroffen sind.

Transkulturelle Begegnung und Beteiligung in der City!

Die räumliche Einrichtung eines Welthauses wird in Hannovers Innenstadt angestrebt. Langfristig geht es darum, offene Räume für vereinsübergreifende und vereinsunabhängige transkulturelle Arbeit, für niedrigschwellig zugängliche Angebote kultureller und politischer Bildung sowie für ein entsprechendes zivilgesellschaftliches Engagement zu erschaffen. Durch ein Miteinander von migrantischen Selbstorganisationen, weiteren zivilgesellschaftlichen Akteuren und städtischen sowie regionalen Institutionen soll das Projekt Welthaus zu konkreten Problemlösungen beitragen und Chancen der gleichberechtigten Teilhabe aller steigern. Aktuell besteht eine Kooperation mit der Lotto-Sport-Stiftung Niedersachsen. Außerdem werden die Kontakte zu Akteur*innen aus MSO, LHH, städtischer Zivilgesellschaft und Stiftungen aufgebaut sowie vertieft. Dabei sollen perspektivisch auch explizit Vereine und Institutionen einbezogen werden, denen inter- bzw. transkulturelle Arbeit noch eher fremd ist.

MiSO-Netzwerk Hannover e. V.

Mengendamm 12 (4. OG)
30177 Hannover

0511 - 54 57 19 52
info@miso-netzwerk.de

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