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Welthaus: Im Fokus sind zwei Gebäude in der City

2 Minuten Lesezeit

Seit zwei Jahren wirbt das MiSO-Netzwerk für ein die Einrichtung eines „Welthaus Hannover“. Im Fokus des Interesses stehen derzeit zwei Gebäude in der hannoverschen City: das ehemalige Ordnungsamt am Köbelinger Markt und das seit fast vier Jahren leerstehende Karstadt-Haus.

Eigentümer des ehemals vom Karstadt-Kaufhaus genutzten Gebäudes in der Georgstraße 23 / Ecke Schillerstraße mit 16.000 m² Nutzfläche ist der Braunschweiger Milliardär Friedrich Knapp. Dieser Tage wurde über Zeitungsberichte bekannt, dass dessen Konsortium aktuell über eine Folgenutzung als „Multi-Event-Haus“ nachdenkt. Daraufhin hat MiSO den Eigentümer angemailt und Interesse an einer „Weltetage“ im ehemaligen Karstadt-Haus bekundet.  

Das große Bürogebäude Leinstraße 14/16 aus den 1950/60er Jahren ist im Eigentum der Landeshauptstadt Hannover. Deren ursprüngliche Pläne sahen einen Abriss und anschließende Wohnbebauung des Bereiches am Köbelinger Markt vor. Der Komplex hat eine Nettonutzfläche von rund 11.400 m². Derzeit befindet sich der Fachbereich Gesellschaftliche Teilhabe auf einem wesentlichen Teil der Flächen.

Die zentrumsnahe Lage zwischen Markthalle und Rathaus und auch die Größe des Gebäudes sprechen für eine Folgenutzung als „Welthaus Hannover“. Es gibt ein Foyer, mindestens einen Saal und unzählige Büroräume. Mit der Stadt zu klären sind deren aktuelle Planungsziele sowie der Sanierungsbedarf am Gebäude.

Neben dem von MiSO skizzierten Welthaus-Konzept könnten hier auch andere migrantische Projekte unterkommen. Hierzu wurden bisher die Vereine Cameo und Märchenkoffer angesprochen. Die Lotto-Sport-Stiftung - größter finanzieller Förderer der Welthaus-Kampagne des MiSO-Netzwerkes - würde sich ggf. mit eigenen Büroräumen beteiligen und einen „Ankermieter“ darstellen.

Anfang Februar 2024 hatte MiSO gegenüber Stadt und Region Interesse an den Gebäuden in der hannoverschen Innenstadt bekundet. „Ihrem Weg vom ideellen Haus der Kulturen, hin zu einer realen Umsetzung eines Welthauses der Kulturen in Hannover, wünsche ich offene Ohren und Türen und weiterhin aufgeschlossene Förderinstitutionen“, antwortete Regionspräsident Steffen Krach. Er sei bereit, zusammen mit Oberbürgermeister Belit Onay und dem Migrationsbeauftragten des Landes, Deniz Kurku, die Schirmherrschaft für ein „Welthaus Hannover“ zu übernehmen.

Zum Sommer ist die Gründung eines gemeinnützigen Trägervereins „Welthaus Hannover e.V.“ angedacht. Vorher wird es drei Exkursionen von Interessierten zu existierenden Welthaus-Projekten in anderen Städten geben: Los geht es am 19. April mit einer Fahrt zum Braunschweiger Haus der Kulturen.

MiSO-Netzwerk Hannover e. V.

Mengendamm 12 (4. OG)
30177 Hannover

0511 - 54 57 19 52
info@miso-netzwerk.de

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